Fronleichnam 2018

Fronleichnam 2018 – „Suche Frieden“

Weil im Schönbuch: Mit einem Gottesdienst unter freiem Himmel und einer Prozession durch die Straßen feierten die Gläubigen der beiden katholischen Kirchengemeinden Waldenbuch-Steinenbronn und Weil-Dettenhausen bereits zum fünften Mal gemeinsam Fronleichnam.

Der Festtag begann um 10 Uhr mit der Eucharistie vor dem Haus Martinus, feierlich gestaltet durch Ministranten und liturgischen Diensten aus allen vier Orten und schwungvoll musikalisch begleitet durch den Musikverein Weil.

Die anschließende Prozession führte zur Zwischenstation Hauptstraße/ Seestraße, die mit Texten und einer mit dem Peace-Zeichen selbst bemalten Fahne von Jugendlichen und jungen Erwachsenen gestaltet wurde. Der Fronleichnamsgottesdienst wurde in der Kirche St. Johannes-Baptist mit dem Schlusssegen und dem Lied „Großer Gott, wir loben dich“ beendet.

Schon am Vorabend hatten Kinder, Jugendliche und Erwachsene den Blumenteppich zum Motto „Suche Frieden“ gelegt: Die Taube steht für den Frieden, den unsere Welt so dringend braucht und den uns Jesus Christus verheißen hat. Gott hält die Welt in seiner Hand. Er trägt sie. Gleichzeitig zeigen die Hände die Hostie, das heilige Brot: Die Eucharistie will und soll die Welt durchdringen, sie verändert sie, von Grund auf. Ein zweiter Blütenteppich vor der Kirche - von der italienischen Frauengruppe gelegt - zeigte weitere Symbole des Friedens wie das Lamm und zwei Hände, die sich den Friedensgruß reichen.

In und um das Roncalli-Haus wurde im Anschluss die Möglichkeit zur Begegnung rege angenommen. Neben kalten Getränken waren Salate und Gegrilltes im Angebot. Ministranten machten mit einem kleinen Kinderprogramm und dem Verkauf von Socken auf ihre Romwallfahrt im Sommer aufmerksam.

Herzlichen Dank allen, die zum Gelingen unseres Fronleichnamsfestes beigetragen haben!

..… auf ein Wiedersehen 2019 in Waldenbuch!
Elisabeth Mack


Fronleichnam 2017

Durch Jesus sind wir verbunden“ - Fronleichnam 2017

Beim dritten Mal - sagt man - ist etwas Tradition: Das Fronleichnamsfest hatten wir im Jahr 2015 erstmals gemeinsam in Waldenbuch und 2016 dann in Weil gefeiert. Und auch in diesem Jahr kamen viele Menschen aus unseren beiden Kirchengemeinden Weil-Dettenhausen, Waldenbuch-Steinenbronn und der Italienischen Gemeinde in Steinenbronn zusammen.

In der Heilig-Geist-Kirche feierten wir gemeinsam die Eucharistie. Zu Beginn der Predigt wurde deutlich: Wir sind alle sehr verschieden. Wir sind Menschen allen Alters, mit unterschiedlichen Berufen und Interessen, sogar aus verschiedenen Ländern. Doch: „Durch Jesus sind wir verbunden“, er ist unsere Mitte und der Grund unseres Glaubens und Feierns.

Das Bild vom Weinstock und den Reben, das auch auf dem Blumenteppich in der Kirche zu sehen war, vertiefte unser Leitwort: Ohne die Beziehung zu Jesus Christus, der uns mit Gott verbindet, kommen wir „auf keinen grünen Zweig“. Wenn wir nicht in Verbindung mit Jesus bleiben, können wir keine Frucht bringen.

Die anschließende Prozession führte zur ersten Station in der Schafgartenstraße, die den Titel trug „Durch Jesus sind wir verbunden - weltweit“.

Die Kinder streuten eifrig Blumen, um so Jesus Christus im Heiligen Brot zu ehren.

Am Schafgartenplatz - unserer zweiten Station - erwartete uns ein von Jugendlichen und MinistrantInnen gestalteter Blumenteppich. Er erinnerte an den Sonnengesang des heiligen Franziskus und seine Bedeutung bis heute.

Der Musikverein Steinenbronn begleitete die Lieder an beiden Stationen.

Im Anschluss an den Gottesdienst blieben viele Besucher bei Gegrilltem, kalten Getränken, Kuchen und Kaffee auf dem Kirchplatz beieinander und nutzten die Möglichkeit zur Begegnung und zum Gespräch.

Herzlichen Dank allen, die zum Gelingen unseres gemeinsamen Fronleichnamsfestes beigetragen haben!

Text: Elisabeth Mack – Fotos: Magdalena Sauerwald

Beim Abschied leuchten die Dinge am schönsten - Verabschiedung von Pfarrer Hoch

Katholische Kirchengemeinde Waldenbuch-Steinenbronn verabschiedet ihren Pfarrer Benjamin Hoch

Waldenbuch (gwe) Mit einem feierlichen Gottesdienst verabschiedeten die Waldenbucher und Steinenbronner Katholiken Pfarrer Benjamin Hoch, der ab 01. Februar 2017 in den Ruhestand trat. Unter den rund 300 Gemeindemitgliedern nahmen auch zahlreiche Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens an der Verabschiedungsfeierlichkeit teil. Benjamin Hoch arbeitete über 5 Jahre als Seelsorger im Schönbuch und war sowohl in Waldenbuch und Steinenbronn als auch in Weil im Schönbuch und Dettenhausen tätig.
Die Erstkommunionvorbereitung 2017 und die Feiern an zwei Maisonntagen wird Pfarrer Hoch noch begleiten.

Die St. Martinus Kirche auf dem Waldenbucher Kalkofen war zum Bersten voll; nicht alle Besucher fanden einen Sitzplatz im Gotteshaus. Mehr als 30 Ministranten begleiteten den Abschiedsgottesdienst von ihrem Pfarrer, Band und Projektchor umrahmten die festliche Eucharistiefeier und sorgten für eine würdige musikalische Umrahmung. Pfarrer Benjamin Hoch präsentierte sich auch bei der Verabschiedung so, wie man ihn über fünf Jahre lang in Waldenbuch und Steinenbronn als Seelsorger kannte.

„Beim Abschied leuchten die Dinge am schönsten“, so eröffnete er den Gottesdienst. Seine Predigt baute auf das Tagesevangelium auf und handelte vom „Brunnen“ der unergründlichen und unerschöpflichen Liebe Gottes und von Jesus, der „Quelle Lebendigen Wassers“. Er wünschte der Gemeinde den Mut und die Zuversicht eines neuen Anfangs und erinnerte an das Wort von Johannes XXIII: „Wir sind nicht auf der Erde, um ein Museum zu hüten, sondern um einen Garten zu pflegen, der von blühendem Leben strotzt und für eine schöne Zukunft bestimmt ist.“

Vera Karolczak, zweite Vorsitzende des Kirchengemeinderates, dankte Benjamin Hoch für sein Wirken in der Gemeinde. Sie bestätigte ihm die Gabe, Predigten so zu formulieren und zu halten, dass der Zuhörer immer das Gefühl habe, der Pfarrer predige ausschließlich für ihn. Zum Abschied gab es für Hoch unter anderem einen Bildband „5 ½ Jahre Hoch-Zeit in Waldenbuch und Steinenbronn“.

Die Bürgermeister von Waldenbuch und Steinenbronn, Michael Lutz und Johann Singer, überbrachten die Grüße, Wünsche und den Dank der bürgerlichen Gemeinden.

Dass Pfarrer Hoch die Ökumene sehr am Herzen lag, bestätigte - stellvertretend für die christlichen Kirchen in den beiden Kommunen - Pfarrerin Susanne Jasch. Als Abschiedsgeschenk überreichte sie ein Buch über einen fiktiven Briefwechsel von Martin Luther und Papst Franziskus und einen Württemberger „Lutherwein“, aus einem „gemischten Satz“ zweier Rebsorten gekeltert – Symbol für die Gemeinsamkeit der christlichen Kirchen.

Für das Pastoralteam hielt Diakon Andreas Greis die vergangenen Jahre in Reimen fest und übergab dem Neupensionär die Einheitsübersetzung der Bibel in der Auflage 2016 als Geschenk. „Und da du jetzt etwas Zeit hast, kannst du ja die Unterschiede zwischen der Übersetzung von 1980 und 2016 herausarbeiten!“ scherzte Greis.

Die Ministranten dankten ihrem Pfarrer mit einem selbstgestalteten Kalender und einem originellem Mousepad. Das „Fago-Team“, das die Familiengottesdienste in der Gemeinde vorbereitet, hatte sich zum Abschied etwas ganz Besonderes ausgedacht: Jedes Kind, das im Gottesdienst war, überreichte Benjamin Hoch eine Blume.

Dass sie stets von seinem großen Erfahrungsschatz profitiert und das gemeinsame Wirken auf Augenhöhe geschätzt habe, bestätigte abschließend Gemeindereferentin Elisabeth Mack, was die Anwesenden mit stehenden Ovationen bekräftigten.

Die anschließende Begegnung im Gemeindehaus, zu der das Männerwerk „Hoch-Zeit-Suppe“ servierte, ermöglichte es den vielen Gläubigen, sich persönlich von Benjamin Hoch zu verabschieden.

Im folgenden ein paar Momentaufnahmen vom Gottesdienst und von der Verabschiedung.

„Kennt Ihr die Geschichte vom Heiligen Nikolaus?“

Mit dieser Frage sahen sich am Vorabend des Nikolaustages Steinenbronner und Waldenbucher Kinder konfrontiert; waren doch der Heilige Nikolaus und sein Gehilfe, der Knecht Ruprecht, durch die Straßen gezogen und kehrten zur Freude und zur Überraschung der Kinder bei einigen Familien ein. Wir durften die beiden bei zwei Hausbesuchen begleiten und möchten davon berichten.

Hell beleuchtet liegt ein Reihenhaus im Neubaugebiet auf dem Waldenbucher Kalkofen. Durch die Fenster sieht man zwei Buben mit ihrer Mama beim Abendbrot. Die Brüder sind ausgelassen und scheinen der Mama von ihren Erlebnissen des Tages zu erzählen. Zwei Männer, der eine im weißen Gewand mit rotem Umhang und der andere im schwarzen Mantel, kommen die Straße hoch und halten vor dem Haus mit dem regen Treiben.

Die Türglocke ist noch nicht verstummt, als die Tür geöffnet wird und vier große Augen auf die beiden Besucher blicken. Skepsis, Respekt, Freude und Neugierde – all das ist in den Gesichtern der Buben zu lesen, als Nikolaus im Wohnzimmer auf einem Stuhl Platz nimmt und die Frage stellt: „Kennt Ihr die Geschichte vom Heiligen Nikolaus?“

Die Buben schütteln den Kopf und so erzählt Knecht Ruprecht vom Bischof Nikolaus aus Myra. Von der großen Hungersnot und dem Schiff, das mit viel Getreide im Hafen angelegt hatte; von den Verhandlungen des Heiligen Nikolaus mit dem Kapitän des Schiffes und davon, dass der Kapitän, trotz seiner Spende an die Bürger von Myra, alle anfangs geladenen Getreidesäcke bei seinem Herren, dem Kaiser abliefern konnte.

Was für eine Geschichte. Die Jungs sind ganz bei der Sache und lauschen gespannt, als Nikolaus im goldenen Buch liest. Er tadelt was im vergangenen Jahr nicht so gut gelaufen ist aber – und das beruhigt die Geschwister doch sehr – lobt auch für all dass, was perfekt war und was die Jugend gut gemacht hatten.

Als Ruprecht aus dem großen Sack dem Nikolaus dann auch noch Geschenke für die Buben reicht, sind die letzten Zweifel verflogen. Die beiden Besucher meinen es gut mit uns! Ohne lange zu überlegen, schallt mit klarer und freundlicher Kinderstimme „Leise rieselt der Schnee“ durch den von Kerzenschein erhellten Raum. Anschließend weiß der Kleinere - nicht ganz ohne Stolz - sein Gedicht vom „Advent und seinen vier brennenden Lichtern“ zum Besten zu geben.

Leider vergeht die Zeit wie im Flug und es heißt Abschied nehmen. Viele andere Kinder warten noch auf den Nikolaus und seinen Begleiter. Die Türe fällt ins Schloss und aus dem Küchenfenster schauen den Männern vier große Augen hinterher. Kinderaugen, die so viel Freude und Glück ausstrahlen! Was für ein Geschenk für den Heiligen Nikolaus und seinen treuen Knecht!

Guido Wenzel

Hintergründe
Im Gemeindebrief Dezember/Januar 2016/17 stellten die Kirchengemeinderäte Markus Borst und Andreas Neuburger die Aktion „Nikolaus und Knecht Ruprecht in Waldenbuch und Steinenbronn“ vor. Für den Hausbesuch des Nikolauses wurde kein Preis festgelegt. Jede besuchte Familie gab das, was es ihr Wert war. Der Erlös dient vollständig der Förderung der kirchlichen Jugendarbeit und wurde unter Regie des Jugendförderkreises durchgeführt. Der Jugendförderkreis bedankt sich aufs Herzlichste für die Spenden und die tolle Aufnahme der Nikoläuse und Rupprechte in den Häusern. Für alle Beteiligten ist klar: nächstes Jahr wieder!

Martinusfest 2016

Am 13.11.2016 fand in St.Martinus das Patrozinium statt. Dabei konnte auch das neue Altarbild mit der berühmten Mantelszene bewundert werden.

36. Behindertentag im St. Martinuszentrum 18. September 2016.

Die Aktion Waldenbucher Sorgenkinder lud seine Schützlinge mit Angehörigen und Freunde zum alljährlichen traditionellen Behindertentag nach Waldenbuch ein. Eingeladen waren die Sorgenkinder Waldenbuch und Steinenbronn, dazu Familien und Heimgruppen aus Böblingen, Esslingen und Stuttgart bei freier Kost - dank vieler wohlwollender Spender.

Der Leitgedanke "Von Mensch zu Mensch eine Brücke bauen" wurde von den allen Teilnehmern mit Wärme und Herzlichkeit aufgenommen. Behinderte und Nichtbehinderte genossen den von Claudia Bleif geführten, eröffnenden Gottesdienst, der beschwingt begleitet wurde vom Behindertenchor unter Leitung von Frau Dikel und einem Solo auf der Vehharfe von Dagmar Ruckh.

Beim anschließenden geselligen Mittagessen spielte die Jugendkapelle des Musikvereins auf und bot ein wahrhaft universelles Potpourri. Sie wagte sich sogar an eine mitreissende Interpretation von "Smoke On The Water" von Deep Purple. Die ZuhörerInnen dankten es ihnen mit viel Applaus. Aus witterungsbedingten Gründen sagte leider die geplante AWO-Kutsche ab. Es gab jedoch am Nachmittag für alle Gäste genügend Abwechslung mit Spielbuden, Kaffee und Kuchen, Feuerwehrdemonstration, Musik zum Mitmachen sowie eine Stunde Überraschungen. Wie immer eine wahrhaft gelungene Veranstaltung!

Und noch ein Slogan wurde hier gelebt: Jeder Behinderte ist ein Mensch wie ich! Das war hier ganz bestimmt keine leere Worthülse, denn jeder war ein Teil des Ganzen und hat mit seinem Mitmachen und seiner Fröhlichkeit dazu beigetragen. Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr.

(kopiert von einer Seite des Dekanats Böblingen, für mehr Detail benutzen Sie bitte den folgenden Link:
http://www.kirchebb.de/katholisch/berichte-und-fotos/ )